Wissenschaftsgeschichte
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DFG Forschergruppe „Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften“

Kooperation und Konkurrenz werden häufig als sich ausschließende Handlungsmuster beschrieben. Gerade die Dynamik der modernen Wissenschaft wird verbreitet auf Konkurrenz zurückgeführt. Bei näherer Betrachtung erweist sich jedoch das Wettbewerbsprinzip in der Wissenschaft als historisch und kulturell wandelbar. Darüber hinaus stellt sich gerade die Wissenschaft als Kontext dar, in dem Kooperation und Konkurrenz eng verzahnt auftreten: Die konkurrierende Auseinandersetzung findet typischerweise unter Einbindung der Akteure in kooperative Strukturen statt; zudem weisen zweckrationale Überlegungen Kooperation häufig aus epistemischen Gründen als die mittelfristig bessere Option aus. Welcher Handlungsmodus überwiegt, ist situativ variabel, historisch wandelbar und wird stets neu verhandelt, denn weder Kooperation noch Konkurrenz münden in stabile Konfigurationen.

An der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), dem Deutschen Museum (DM), dem Institut für Zeitgeschichte (IfZ) und der Ruhr-Universität Bochum hat sich eine Forschungsgruppe konstituiert, die sich in historischer Perspektive dem Verhältnis von Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften widmet. Unter Federführung von Kärin Nickelsen (Abteilung Wissenschaftsgeschichte der LMU) und gefördert aus Mitteln der Exzellenzinitiative wurde eine Anschubfinanzierung für das Projekt aus dem Investitionsfonds der LMU eingeworben.

Seit Oktober 2017 besteht die DFG-Forschergruppe, Sprecherin ist Prof. Dr. Kärin Nickelsen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Projekts.


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