Wissenschaftsgeschichte
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„Vom Aktivismus zur Debatte" — neuer Beitrag von Christoffer Leber und Cora Stuhrmann

23.06.2026

 

Im Sammelband Aktivismus und Expertise. Wissensgeschichten sozialer Bewegungen seit den 1970er Jahren (herausgegeben von Anna Horstmann und Ruth Pope, Forum Zeitgeschichte 32, Metropol Verlag 2026) ist der Beitrag von Christoffer Leber und Cora Stuhrmann erschienen: „Vom Aktivismus zur Debatte. Lebenswissenschaften und Protest in der Boston Area (1975–1980)".

 

 

Am Beispiel von Science for the People zeigen Leber und Stuhrmann, wie Biolog:innen aus Harvard und MIT ihren Expertenstatus und ihre Medienkontakte nutzten, um aus lokalem Protest national und transnational geführte Debatten zu machen. Drei Fallstudien — der Streit um das XYY-Syndrom, die „Cambridge-Kontroverse" um rekombinante DNA und die Auseinandersetzung um E. O. Wilsons Sociobiology — zeigen, wie diese Wissenschaftler-Aktivisten Fragen von wissenschaftlicher Verantwortung, Medizinethik und öffentlicher Partizipation prägten. Dass sie als Kritiker des „scientific establishment" selbst Teil der akademischen Elite waren, verschaffte ihrem Aktivismus dabei erst die nötige Reichweite.

Der Sammelband ist Open Access abrufbar


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