Wissenschaftsgeschichte
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Anabel Harisch, M.A.

Dissertationsprojekt

Urgeschichtsforschung, 1850-1900. Pfahlbaufieber, Höhlenfunde und die Vorzeit des Menschen

Die Rekonstruktion der Vergangenheit war traditionell das Gebiet klassischer historischer Disziplinen, doch für die frühen Epochen der Menschheit stieß der textgestützte Zugang an Grenzen. Spätestens ab der Mitte des 19. Jahrhunderts übernahmen immer häufiger Naturforscher die Untersuchung menschlicher Überreste und Objekte und nutzten dazu Methoden, die sich in der Naturforschung bewährt hatten. Anhand einer Auswahl dicht rekonstruierter Episoden aus dem deutschsprachigen Raum soll exemplarisch untersucht werden, wie die Transformation der „Urgeschichte“ in Auseinandersetzung verschiedener disziplinärer Zugänge im Zeitraum 1850-1900 verlief. Gut vernetzte Forscher verwendeten naturwissenschaftliche Methoden, um eigene Hypothesen zur Geschichte des Menschen zu formulieren. Das Projekt untersucht die Forschungspraxis und soziale Praktiken dieser Forscher und leistet so einen Beitrag zum besseren Verständnis der Entwicklung des Feldes im 19. Jahrhundert.